Lieblingsrezept: Linseneintopf mit Kokosmilch, Ingwer und Koriander

Ich bin eine Spätberufene. Was Linsen betrifft. In meiner Kindheit und Jugend gab es einmal pro Woche Linseneintopf, und ich war nicht gerade ein Fan. Manchmal hat meine Mutter auch Linsensalat gemacht ‒ auch nichts für mich.

Heute verstehe ich das überhaupt nicht. Was mochte ich denn daran nicht? Ich liebe Linsen. In jeder Form. Als lauwarmen Salat, mit Hackfleisch geformt zu orientalischen Hackröllchen, oder als Eintopf oder Suppe.

Mein absolutes Lieblingsrezept ist aber dieser Linseneintopf mit Kokosmilch, Ingwer und Koriander. Er stammt aus einer meiner frühen Kochbuch-Übersetzungen: „Green Bonanza‟ von Mia Frogner, erschienen im Thorbecke Verlag. Mit diesem Buch verbinde ich viele Erinnerungen: Es war mein erstes norwegisches Kochbuch, und dazu mein erster „Scouting-Erfolg‟. Ich hatte es am Stand des norwegischen Verlags auf der Buchmesse entdeckt, sofort meine Lektorin bei Thorbecke darauf aufmerksam gemacht, die kurz darauf einen Termin bei dem Verlag hatte und das Buch gleich eingekauft hat. Von der Autorin ist inzwischen auch ein zweites Kochbuch in meiner Übersetzung erschienen, „Grün für Gäste‟. Daraus habe ich allerdings noch nichts nachgekocht.

Green/Grün ist Programm bei Mia Frogner: Ihre Rezepte sind alle vegetarisch, dabei sehr abwechslungsreich und spannend. Ich liebe auch ihre Rosenkohlrezepte, z.B. mit Granatapfelkernen.

Bei Thorbecke ist „Green Bonanza‟ leider nicht mehr lieferbar (Frogners zweites Buch aber schon). Ihr findet es noch antiquarisch und bei Amazon.

 

Dies ist also der beste Linseneintopf der Welt. Schön pikant dank Ingwer und Chili, dazu mit einer leichten Zitrusnote. Wärmt wunderbar von innen. Genau das Richtige für einen verregneten Herbsttag.

Linseneintopf mit Kokosmilch, Ingwer und Koriander

Mia Frogner
Mia Frogner schreibt zu diesem Rezept: „Dieser Eintopf bedeutet Nostalgie für mich. Mit 19 wurde ich Vegetarierin, und auch wenn es mir leichtfiel, kein Fleisch mehr zu essen, war ich ziemlich verwirrt, als es um neue Lebensmittel ging und darum, was ich essen sollte, um alle Nährstoffe, die ich brauchte, zu mir zu nehmen. Ein Freund brachte mir die Zubereitung einer früheren Version dieses Eintopfes bei, und wenn ich mich recht erinnere, war es das erste Mal, dass ich Kokosmilch, frischen Koriander, reichlich Currypulver und rote Linsen verwendete. [...] Dazu schmeckt warmes Fladenbrot sehr gut, Sie können ihn aber auch mit Reis servieren. Der Spritzer Limette ist das Tüpfelchen auf dem I und sollte nicht ausgelassen werden!
Vorbereitungszeit5 Min.
Zubereitungszeit30 Min.
Gericht: Suppe
Schlagworte: Linsen, Linseneintopf, Linsensuppe, One Pot, vegan, vegetarisch
Portionen: 4
Autor/Autorin: Mia Frogner

Zutaten

  • 5-6 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer ergibt fein gehackt ca. 2 EL
  • ½ roter Chili
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml), nicht fettreduziert
  • 180 g rote Linsen getrocknet
  • 1 TL Currypulver
  • 1 TL Salz
  • 1 Bund frischer Koriander
  • 2 Limetten
  • 2 EL neutrales Pflanzenöl (Raps- oder Sonnenblumenöl)

So wird's gemacht

  • Zunächst Schalotten, Knoblauch, Ingwer und Chili fein hacken. Die Schalotten kommen zusammen mit dem Öl zuerst in den Topf (mit dickem Boden). Wenn sie glasig werden, Chili, Ingwer und Knoblauch dazugeben. Bei mittlerer Hitze ein paar Minuten anschwitzen, bevor Sie das Currypulver unterrühren.
  • Kokosmilch und Tomaten in den Topf gießen und alles vermengen. Die Dosen mit 100 ml Wasser ausspülen und dieses zusammen mit den roten Linsen in den Topf geben.
  • Die Kochzeit hängt von der Linsensorte ab. Halbierte Linsen brauchen nur 20 Minuten. Bei ganzen Linsen sollten Sie 10‒15 Minuten mehr rechnen. Am Boden des Topfes regelmäßig rühren, damit die Linsen nicht anbrennen. Wenn Sie fertige Linsen verwenden, diese hinzufügen, nachdem Tomaten und Kokosmilch untergerührt wurden.
  • Saft der Limetten hinzufügen. Koriander fein hacken und die Hälfte gegen Ende der Kochzeit unterheben. Die andere Hälfte wird vor dem Servieren über den Eintopf gestreut.

Wenn Ihr es ausprobiert, hinterlasst doch gerne einen Kommentar, wie es Euch geschmeckt hat!

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