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	<title>Selbstständigkeit Archive | Ricarda Essrich - Buch. Übersetzung. Text</title>
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	<description>Deutsch. Schwedisch. Norwegisch. Dänisch</description>
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	<title>Selbstständigkeit Archive | Ricarda Essrich - Buch. Übersetzung. Text</title>
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		<title>Winter-, Sommer-, Herbstbüro &#8211; oder: selbst und ständig, aber da, wo&#8217;s schön ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ricarda Essrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2020 16:52:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus dem Alltag einer Übersetzerin]]></category>
		<category><![CDATA[Freiberuflichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstständigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einen Stromanschluss und eine Internetverbindung - mehr brauche ich meist nicht, um zu übersetzen. Das bedeutet, dass ich fast überall auf der Welt arbeiten kann. Genau deshalb verlege ich immer mal wieder mein Büro an Orte, an denen es mir gut gefällt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Jahr hatte ich bisher 2 Tage Urlaub. Am Wochenende meines Geburtstags sind wir zwei Tage zum Campen gefahren. Alle davor geplanten Urlaube mussten corona-bedingt abgesagt werden; und ab dem Frühsommer hatte ich so viel zu tun, dass ich nicht frei machen konnte.</p>
<p>Dafür konnte ich aber wieder an<strong> schönen Orten arbeiten</strong>, fern vom Büro in Düsseldorf. Nicht, dass es dort nicht auch schön wäre. Schließlich wohnen wir sehr Rhein-nah und können uns selbst in stressigsten Zeiten kleine Glückmomente und Auszeiten gönnen. Aber ab und zu braucht (m)ein Kopf eben auch mal Abwechslung. Und die bekommt er in meinem Fall im Winter-, Sommer- oder Herbstbüro. Dafür packe ich meinen Laptop ein und reise dorthin, wo&#8217;s schön ist.</p>
<h3>Fuerte, Fjällbacka, Balow</h3>
<p>Wobei schön in diesem Fall auch ganz unterschiedlich ist. Schön, das war im Februar auf <strong>Fuerteventura</strong> eher nicht die Landschaft. Wohl aber das angenehme Klima, das es einem ermöglicht, in Sandalen ins Büro zu gehen und die Kaffeepause in der Sonne am Hafen zu verbringen. Bereits zum dritten Mal war ich mit einer lieben Kollegin in Corralejo, und ich bin sehr dankbar, dass wir das noch machen konnten, bevor wegen Corona Reisen in die Sonne erstmal ausfallen mussten. Lenkt einen so eine Umgebung nicht vom Arbeiten ab, wenn man eigentlich lieber am Strand liegen würde? Nein, eher im Gegenteil: Wir haben festgestellt, dass wir viel produktiver sind, fokussierter arbeiten, um dann den Nachmittag frei machen zu können.</p>
<div id="attachment_1969" style="width: 410px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-1969" decoding="async" class="wp-image-1969" src="https://essrich.de/wp-content/uploads/2020/10/fruehjahrsbuero.jpg" alt="porträt von mir auf Fuerteventura" width="400" height="300" srcset="https://essrich.de/wp-content/uploads/2020/10/fruehjahrsbuero.jpg 600w, https://essrich.de/wp-content/uploads/2020/10/fruehjahrsbuero-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><p id="caption-attachment-1969" class="wp-caption-text"><em>Fuerteventura ist nicht gerade die schönste Insel der Welt, hat aber trotzdem tolle Weitblicke zu bieten.</em></p></div>
<p>Schön war im Sommer aber auch das <strong>Sommerbüro in Schweden</strong>. Da wir dort ein Ferienhaus besitzen, sind die Grenzen zwischen Urlaub und Arbeiten dort schon vor einigen Jahren verschwommen. Inzwischen haben wir nicht nur eine ziemlich stabile Internetverbindung, sondern auch einen voll ausgestatteten Arbeitsplatz eingerichtet. Ganz Business as usual ist es dort trotzdem nicht, denn es arbeitet sich einfach besser, wenn man den Tag mit einem Sprung ins Meer beginnen kann und erst danach anfängt zu arbeiten. (Dafür bietet sich der Rhein hier in Düsseldorf dann doch nicht an).</p>
<div id="attachment_1972" style="width: 410px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-1972" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-1972" src="https://essrich.de/wp-content/uploads/2020/10/sommerbuero.jpg" alt="Schwimmen im Sommerbüro" width="400" height="300" srcset="https://essrich.de/wp-content/uploads/2020/10/sommerbuero.jpg 600w, https://essrich.de/wp-content/uploads/2020/10/sommerbuero-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><p id="caption-attachment-1972" class="wp-caption-text"><em>Der Tag beginnt mit einem erfrischenden Bad &#8211; immer! (Auch bei schon fast herbstlichen Wassertemperaturen)</em></p></div>
<p>Inzwischen sitze ich seit ein paar Tagen wieder in Düsseldorf am Schreibtisch, nach dem <strong>Herbstbüro in Mecklenburg-Vorpommern</strong>. Drei Wochen haben wir Haus und Garten sowie 3 Hunde und 3 Katzen von zwei Frauen gehütet, die längere Zeit verreisen wollten. Es war ein Zufallsfund in meinem Lieblingsnetzwerk <a href="http://www.texttreff.de/">Texttreff</a>. Auch dort habe ich meinen Arbeitsplatz eingerichtet, musste aber feststellen, dass Gartenarbeit und Haustierbetreuung viel mehr Zeit binden als gedacht und mich nicht gerade produktiver sein lassen. Dafür haben das Leben auf dem Land, in einem Dorf mit 300 Einwohnern, und der Blick ins Grüne vom Schreibtisch aus meine Kreativität beflügelt, und so bin ich mit meinem aktuellen Buchprojekt, dem „<a href="https://essrich.de/verlagsvertrag-praxisbuch-spezialisierung/">Praxisbuch Spezialisierung</a>‟ ein gutes Stück vorangekommen.</p>
<div id="attachment_1971" style="width: 410px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-1971" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-1971" src="https://essrich.de/wp-content/uploads/2020/10/herbstbuero2.jpg" alt="Traubenernte in Balow" width="400" height="300" srcset="https://essrich.de/wp-content/uploads/2020/10/herbstbuero2.jpg 600w, https://essrich.de/wp-content/uploads/2020/10/herbstbuero2-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><p id="caption-attachment-1971" class="wp-caption-text"><em>Landleben in MeckPomm, das heißt im September vor allem: Erntezeit! (Gut für die Vorräte, schlecht für die Produktivität am Schreibtisch &#8230;)</em></p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Warum erzähle ich das?</h2>
<p><em>Weil ich Euch, die Ihr auch freiberuflich arbeitet, Mut machen möchte, die Freiheit, die das mit sich bringt, auch zu nutzen. „Selbst und ständig‟ heißt es immer, wenn es um den Arbeitsalltag von Selbstständigen geht. Wenn ich aber dann schon immer für meine Kunden erreichbar sein muss, dann darf ich doch wenigstens selbst entscheiden, wo ich das tue.</em></p>
<p><em>Für mich ist die Flexibilität, an nahezu jedem Ort der Welt arbeiten zu können, solange es Strom und eine stabile Internetverbindung gibt, ein großes Stück Lebensqualität. Daher möchte ich das gerne auch in Zukunft immer mehr nutzen.</em></p>
<p><em>Wenn Corona uns keinen Strich durch die Rechnung macht, wird es vielleicht auch ein Winterbüro geben, dann wieder in unserem gemütlichen Ferienhaus in Schweden, den Laptop auf den Knien vor dem Kamin (aktuell ist die Region, in die ich fahre, sogar Corona-frei!).</em></p>
<p><em>Für das nächste Winter-/Frühjahrsbüro mit meiner Kollegin ist ein Flug auf die Kanaren wegen Corona wahrscheinlich ausgeschlossen. Aber in Deutschland ist es ja auch schön, selbst wenn wir dann die Flipflops eher gegen Winterschuhe tauschen müssen.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und wo arbeitet Ihr am liebsten?</p>
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		<title>Warum Übersetzen mein Traumjob ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ricarda Essrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2014 02:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus dem Alltag einer Übersetzerin]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstständigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr im Augenwinkel habe ich in meiner Facebook-Timeline das Wort „Lieblingsjobs‟ wahrgenommen und bin sofort hellhörig geworden. Die liebe Annette Lindstädt veranstaltet eine Blogparade zu diesem Thema: I love my job. Klar, dass ich da mitmachen muss!<br />
Sie hat sogar ein paar Fragen entwickelt, an denen orientiere ich mich jetzt mal, um meine tausend Gedanken zu meinem Lieblingsjob zu strukturieren.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr im Augenwinkel habe ich in meiner Facebook-Timeline das Wort „Lieblingsjobs‟ wahrgenommen und bin sofort hellhörig geworden. Die liebe Annette Lindstädt veranstaltet eine Blogparade zu diesem Thema: <a href="http://www.worthauerei.de/2014/06/blogparade-lieblingsjobs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>I love my job</strong></a>. Klar, dass ich da mitmachen muss!</p>
<p>Sie hat sogar ein paar Fragen entwickelt, an denen orientiere ich mich jetzt mal, um meine tausend Gedanken zu meinem Lieblingsjob zu strukturieren.</p>
<p><strong>Welche Jobs bzw. welchen Teil oder Aspekt eurer Arbeit mögt ihr besonders?</strong></p>
<p>Grundsätzlich mag ich meinen Job als Ganzes. Ich habe als Kind immer gesagt: Ich möchte Bücher machen. Und Voilà, ich mache Bücher. Nicht ausschließlich und nicht in dem Umfang, den ich mir damals vorgestellt habe. Aber ob als Lektorin, Autorin oder <strong>Literaturübersetzerin</strong>: Immer wieder bin ich an der Entstehung von Büchern beteiligt. Und immer, wenn wieder ein Belegexemplar mit der Post ins Haus flattert, weiß ich: Ich habe mir einen Kindheitstraum erfüllt. (Klingt pathetisch, oder?)</p>
<p>Ich bin also in der glücklichen Lage, sagen zu können: Ich mache das, was ich schon immer machen wollte. Ich arbeite in meinem Traumjob.</p>
<p>Ja, trotz und gerade wegen der Fachübersetzungen und Werbelektorate. Ich liebe an meinem Beruf, dass er so vielschichtig ist. Es wird nie langweilig. Die Mischung machts.</p>
<p><strong>Fachübersetzungen </strong>stellen eine ganz andere Herausforderung dar als Buchübersetzungen. Fachlich korrekt müssen sie sein, da sucht man manchmal ganz schön lange nach dem richtigen Fachbegriff. Ein tolles Gefühl, wenn man ihn dann endlich hat! Und man lernt jeden Tag unheimlich viel dazu. Wer hätte gedacht, dass ich mich mal gut mit Beton auskenne und freiwillig Fachzeitschriften dazu lese?</p>
<p>Im Gegensatz zu Buchübersetzungen, die meist mehrere Monate dauern, sind Fachübersetzungen viel kurzfristiger. In der Baubranche, für die ich hauptsächlich arbeite, muss es immer sehr schnell gehen. Von heute auf morgen, am liebsten bis gestern. Manche Kollegen empfinden das als Nachteil, ich finde diese kurze und intensive Konzentration auf ein Thema prima. Die Vorstellung, mich wochen- und monatelang nur auf ein Projekt zu konzentrieren, fällt mir schwer. Daher versuche ich, auch bei Buchübersetzungen soviel Zeit zu bekommen, dass ich immer mal wieder kurze Fachübersetzungen machen kann. So habe ich Abwechslung. Manchmal sehne ich mir aber auch so ein langfristiges Projekt herbei ‒ im Moment zum Beispiel, wo sich ein Miniauftrag an den anderen reiht.</p>
<p>Die Vielfalt meiner Tätigkeiten ist es, was mich jeden Tag neu begeistert. Heute eine Bauausschreibung aus dem Norwegischen übersetzen, super eilig natürlich. Nächste Woche ein Kochbuch. Dann kommt die Anfrage für ein Schulbuchlektorat. Daneben ehrenamtlich in der Redaktion der Zeitschrift meines Übersetzer-Landesverbandes arbeiten, mein neues <a href="http://baunachrichten-skandinavien.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Baubranchen-Blog</a> und meine anderen beiden Blogs befüllen, journalistisch für ein dänisches Baumagazin arbeiten. All das zu koordinieren und unter einen Hut zu bringen, das macht meinen Beruf aus.</p>
<p><strong>Was genau macht für euch einen Lieblingsjob/-auftrag oder -teil eurer Arbeit aus? Welche Faktoren müssen stimmen, damit ihr am Ende eines Tages, Auftrags oder Projekts sagt: „Das war klasse!‟?</strong></p>
<p>Eine liebe Kollegin hat mal gesagt:<em> „Ein Projekt muss Spaß machen oder viel Geld bringen oder viel Ruhm bringen. Idealerweise treffen 2 oder sogar 3 Punkte zu.‟</em> Daran versuche ich mich zu orientieren.</p>
<p>Natürlich muss der Preis stimmen. Übersetzungen sind (vor allem in der Buchbranche) immer noch vergleichsweise schlecht bezahlt. Das Honorar steht in keinem Verhältnis zur kreativen Leistung, die ein Übersetzer vollbringt. Fachübersetzungen werden deutlich besser honoriert, hier macht sich Erfahrung und Qualifikation wortwörtlich bezahlt. Und ganz ehrlich: Wenn ich eine Fachübersetzung erledigt habe und unterm Strich ein deutlich dreistelliger Betrag als Stundensatz rauskommt, sage ich auch „Das war klasse!‟. Ich bin Unternehmerin, noch dazu habe ich einen nicht ganz billigen Lebensstil und leiste mir gerne was.</p>
<p>Ansonsten finde ich Arbeiten klasse, bei denen meine Kreativität oder meine Fähigkeit, strukturiert zu arbeiten, gefordert wird. Auch wenn ich währenddessen oft fluche und mir schwöre, so ein Projekt nie wieder anzunehmen, so liebe ich es doch, verschwurbelte Texte neu zu strukturieren, Formatierungsprobleme in Word in den Griff zu kriegen, Plagiate zu rechecherieren und und und. Anfangs denke ich immer: Oh Mann, wie soll ich das Chaos denn in Ordnung bringen? Und am Ende kommt dann doch ein satzreifes Manuskript dabei raus. Und das macht mich stolz.</p>
<p><strong>Und was wolltet ihr der Welt sonst noch schon immer mal über euren Beruf sagen?</strong></p>
<p>Ich würde gerne mit den Vorurteilen gegenüber Übersetzern aufräumen.</p>
<ol>
<li>Nur weil man eine Fremdsprache gelernt hat, kann man noch lange nicht aus ihr übersetzen (Stichwort Schulenglisch &#8230;)</li>
<li>Übersetzer und Dolmetscher sind 2 verschiedene Berufe! Übersetzer übertragen Geschriebenes, Dolmetscher übertragen Gesprochenes.</li>
<li>Übersetzen ist harte Arbeit, bei der enorme Kreativleistungen, Fachkenntnisse etc. vonnöten sind. Das sollte auch honoriert werden!</li>
</ol>
<p>Ich finde, jeder sollte sagen können:<em> I love my job</em>. In der Realität sieht das leider anders aus. Umso dankbarer bin ich, dass ich in dieser Lage bin. Dass ich genau das machen darf, was ich immer machen wollte. Das macht mich zu einem glücklichen Menschen.</p>
<p>Leuten, die eigentlich auch von einem ganz anderen Beruf träumen, kann ich nur raten: Versucht, Eure Träume wahr zu machen. Es ist sicher oft harte Arbeit, und vielleicht erreicht Ihr Euer Ziel nicht. Aber der Versuch lohnt sich!</p>
<p>&nbsp;</p>
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