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	<title>Auszeit Archive | Ricarda Essrich - Buch. Übersetzung. Text</title>
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	<description>Deutsch. Schwedisch. Norwegisch. Dänisch</description>
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	<title>Auszeit Archive | Ricarda Essrich - Buch. Übersetzung. Text</title>
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		<title>Aus. Zeit. Für mich.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ricarda Essrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jun 2024 08:37:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Auszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Auszeit]]></category>
		<category><![CDATA[SWCP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei Monate nichts anderes vorhaben, als einen Fuß vor den anderen zu setzen. Um den Kopf von Stress und Sorgen zu leeren. Klingt verlockend? Für mich auf jeden Fall!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Sonst gehen wir halt wandern‟, sagte mein Mann, ich glaube, es war irgendwann im November. Leichtfertig ausgesprochen in einem Moment, in dem aufgestaute Frust aus zwei privat und beruflich herausfordernden Jahren mal wieder über uns hereinbrach.</p>
<p style="text-align: center;">Gesagt &#8211; getan.</p>
<p>Gerade beginnt ein Umzugsunternehmen damit, unsere Wohnung zu leeren, in der wir die letzten zehn Jahre gelebt haben. Unser gesamter Hausrat kommt in ein Lager. Und in ein paar Tagen sitzen wir im Auto und fahren nach England, um dort drei Monate auf dem South West Coast Path zu wandern.</p>
<p>Es ist ein langgehegter Traum, den ich mir in diesem Sommer hoffentlich erfülle. Entstanden ist er im Frühherbst 2012, als ich &#8211; ebenfalls während einer Auszeit &#8211; eine Etappe auf SWCP zwischen Tintagel und Boscastle wanderte und mir der Anblick dieser beeindruckenden Küste Cornwalls nach jeder Biegung erneut den Atem verschlug. Damals war ich erfüllt von einem Gefühl tiefer Dankbarkeit, dass ich die Möglichkeit hatte, dort zu sein, diese Reise zu unternehmen und meinen Kopf von den stressigen Monaten und Jahren davor zu befreien. Und damals hatte ich mir geschworen, den ganzen Pfad zu laufen, bis ich 40 bin.</p>
<div id="attachment_2760" style="width: 855px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-2760" decoding="async" class="wp-image-2760 size-entry_with_sidebar" src="https://essrich.de/wp-content/uploads/2024/06/2012-09-06-14.49.22-Tintagel-845x321.jpg" alt="" width="845" height="321" /><p id="caption-attachment-2760" class="wp-caption-text"><em>An diesem Ort ist 2012 die Idee entstanden, einmal den SWCP zu gehen.</em></p></div>
<p>Es gibt gute Gründe dafür, dass ich das nicht geschafft habe, zum Beispiel ein gut laufendes Übersetzungsunternehmen, das man nicht einfach drei Monate allein lässt. 50 ist das neue 40, sagt man, daher war das die nächste Deadline. Und &#8211; machen wir uns nichts vor &#8211; die rückt langsam näher.</p>
<p>Jetzt ist es also soweit: Wenn es läuft wie geplant, werde ich in den nächsten Monaten meinen „Hausrat‟ auf 11 kg reduziert auf dem Rücken tragen, im Zelt schlafen und den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als einen Fuß vor den anderen zu setzen. Einfach nur einen Fuß vor den anderen &#8230; Ein krasser, aber dringend benötigter Kontrast zu dem bisherigen Mix aus einem manchmal sorgenvollem Privatleben, freiberuflicher Übersetzungstätigkeit, Geschäftsführung einer GmbH und meinem Ehrenamt im BDÜ.</p>
<p>Es ist noch ein wenig surreal, dass der Traum, den ich schon so lange träume und den wir seit Monaten vorbereiten, schon nächste Woche wahr werden soll. Aber ich kann es kaum erwarten, endlich loszulaufen! Ob ich es schaffe, den ganzen Pfad zu erwandern, weiß ich nicht. Es sind immerhin gut 1000 km und für einen Pfad am Meer unglaubliche 18.000 m Anstieg. Aber wir haben einen Backup-Plan, und damit ist zumindest sichergestellt, dass wir unsere Auszeit nicht abbrechen müssen, nur weil wir feststellen, dass Weitwandern nichts für uns ist.</p>
<p>Wer meine Reise verfolgen mag, schreibt mich einfach an und bekommt den Link zu meinem Reisetagebuch.</p>
<p>Wir sehen uns Herbst wieder! (Rechtzeitig zur Buchmesse bin ich natürlich zurück.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Karte: Von <a href="http://hiking.waymarkedtrails.org/">Waymarked Trails: Hiking</a> (Wikimedia Commons)</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Weisheit der Esel, Teil 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ricarda Essrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Nov 2012 03:54:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Auszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Charaktereigenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Esel]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschkunden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gut einen Monat bin ich nun wieder zurück von meiner Auszeit in England. Und immer wieder frage ich (und fragen Freunde, Kollegen und Bekannte) mich, was mir das Ganze - und insbesondere die Arbeit bei und mit den Eseln gebracht hat. Darüber denke ich schon eine Weile nach. Das Ziel dieser 2 Monate sollte nicht nur sein, Land und Leute kennenzulernen und mein Buch zu schreiben, sondern auch neue Energie für das kommende Jahr zu sammeln und Ideen und Möglichkeiten auszuloten.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gut einen Monat bin ich nun wieder zurück von meiner Auszeit in England. Und immer wieder frage ich (und fragen Freunde, Kollegen und Bekannte) mich, was mir das Ganze &#8211; und insbesondere die Arbeit bei und mit den Eseln gebracht hat. Darüber denke ich schon eine Weile nach. Das Ziel dieser 2 Monate sollte nicht nur sein, Land und Leute kennenzulernen und mein Buch zu schreiben, sondern auch neue Energie für das kommende Jahr zu sammeln und Ideen und Möglichkeiten auszuloten.</p>
<p>Die Eselfarm war eine spannende und furchtbar anstrengende Zeit, die mich auch oft an meine Grenzen gebracht hat. Das lag allerdings nicht an den Tieren, sondern an den Rahmenbedingungen. Die Tiere waren toll, und der Kontakt zu ihnen hat mir viel Spaß gemacht.</p>
<p>Denkt man an Esel, fallen einem sicher sofort ein paar Charaktereigenschaften ein, die typisch sind. Störrisch, geduldig, belastbar, freundlich &#8230; Ich habe viele dieser Eigenschaften bei den Eseln von Clovelly wiedergefunden, und sie haben mir damit mächtig imponiert. Weil sie sich nicht verstellen. Esel sind, wie sie sind.</p>
<p>Aber wie sind sie denn nun, und kann ich mir davon was für meinen Job abschauen?</p>
<h3>1. Esel sind stur.</h3>
<p>&#8222;Und, sind sie denn nun wirklich so störrisch, wie man immer sagt?&#8220;, werde ich oft gefragt. Ja, sind sie. Esel sind stur, geradezu störrisch. Oder formulieren wir es schöner: beharrlich. Wenn ein Esel etwas nicht tun will, wird man ihn auch schwer dazu bewegen, es dennoch zu tun. Wenn ein Esel nicht laufen will, kann man ziehen und zerren, wie man will. Er bewegt sich nicht. Da hilft nur eins: noch beharrlicher zu sein. Die Hände aufs Eselhinterteil legen, beide Beine fest in den Boden rammen und kräftig  schieben. Mal sehen, wer den längeren Atem hat.</p>
<p style="text-align: center;"><img decoding="async" style="height: 333px; width: 250px;" src="https://essrich.de/wp-content/uploads/images/2012-08-22_21.14.42_Clovelly.JPG" alt="Welly in the tagroom" /></p>
<p style="text-align: center;">Wellington in der Sattelkammer &#8211; stur und nicht zum Gehen zu bewegen! <img decoding="async" loading="lazy" title="laugh" src="http://essrich.de/themes/third_party/expresso/ckeditor/plugins/smiley/images/teeth_smile.gif" alt="laugh" width="20" height="20" /></p>
<p><em><strong>Was bringt mir das?</strong></em></p>
<p>Ein bisschen mehr Sturheit würde mir sicher &#8211; vor allem im Umgang mit schwierigen Kunden &#8211; auch gut stehen. Sich  durchsetzen, sich nicht so schnell mit Dingen zufriedengeben, die man eigentlich nicht will. Dazu gehört zum Beispiel auch, einen Auftrag nicht anzunehmen, wenn das Honorar unterirdisch ist oder die Rahmenbedingungen nicht in Ordnung sind. Mehr zu sich und zu dem, was man macht und was einen ausmacht, zu stehen und das auch zu vertreten.</p>
<p>Auf der anderen Seite gilt es aber auch, störrische Kunden dazu zu bewegen, etwas zu tun, was ich mir wünsche. Mir einen Auftrag zu geben zum Beispiel. Ich habe ein paar Wunschkunden, die ich aber bisher noch nicht für eine Zusammenarbeit gewinnen konnte. Mein Ziel für 2013: Wunschkunden an Land ziehen. Und wie? Na, Hände aufs Kundenhinterteil legen, die Füße fest in den Boden stemmen und kräftig schieben! <img decoding="async" loading="lazy" title="wink" src="http://essrich.de/themes/third_party/expresso/ckeditor/plugins/smiley/images/wink_smile.gif" alt="wink" width="20" height="20" /></p>
<p>&#8222;Die Weisheiten der Esel, Teil 2&#8220; gibt es in der nächsten Woche.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://essrich.de/weisheit-esel-1/">Die Weisheit der Esel, Teil 1</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://essrich.de">Ricarda Essrich - Buch. Übersetzung. Text</a>.</p>
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